Guten Rutsch ins neue Jahr!

Geschrieben am 31 Dezember 2011 | von Genusskochen | Labels: |
Quelle: google-Bilder

Drei, zwei, eins ... Prosit Neujahr
Der Countdown bis Silvester läuft. 
Was werdet Ihr Silvester machen? 
Große Party, im genütlichen Kreise mit gutem Essen oder gehört Ihr zu den Leuten, 
die gar zu Silvester arbeiten müssen?
Bei uns dauert es noch, bis wir die Sektkorken knallen lassen können, 
aber es gibt schon Länder die sind schon im neuen Jahr angekommen. 
Jedes Land, jede Kultur hat Ihre unterschiedlichen Bäuche und Traditionen: 
Wollen wir uns doch die verschiedensten Bräuche in den Ländern anschauen 
- ich persönlich hab Silvester schon in Spanien gefeiert - 
bei dem Brauch, den die Spanier haben, ist es mir nicht ganz gelungen mitzuhalten.
Und übrigens: die gebräuchliche Redensart "Guten Rutsch
zu Silvester stammt nicht vom Wort "rutschen" ab, 
sondern es handelt sich um eine Eindeutschung aus dem jiddischen "Rosch", 
was Start, Anfang bedeutet.


Österreich:
Bei uns in Österreich ist es Tradition, im Walzertakt, begleitet von der "Pummerin" des Stephansdomes, die den Countdown einläutet, in das Neue Jahr zu tanzen. Silvester findet bei uns wie in vielen anderen Ländern auf der Straße statt. Besonders traditionell ist der Silvesterpfad in der Innenstadt.
Und wer noch schnell einen Crash-Kurs in Sachen Walzertanzen machen will, kann man den noch am Nachmittag des 31.12. in der Innenstadt nehmen. Also los auf geht's.  


Argentinien: 
Da es in Argentinien, bei den sommerlichen Temperaturen die Chance sehr gering ist, dass es dort echten Schnee schneit, schneit es stattdessen weiße Papierschnipsel. Dort ist es Brauch, um sich von Altlasten, die man hinter sich lassen will, zu befreien, am letzten Tag des alten Jahres alte Unterlagen zu schreddern und diese dann mittags aus den Fenstern zu werfen.


Brasilien: 
Die Brasilianer machen es ähnlich wie die Italiener und lassen an Silvester eine Farbe dominieren: weiß. Weiße Kleidung wird getragen und neue Unterwäsche. Dieser Brauch soll einen neuen, reinen und unbeschmutzten Start in das neue Jahr symbolisieren.
Gleichzeitig stellt der Silvestertag das Fest der Meeresgöttin Yemanja dar - weiß ist die Farbe der Göttin und symbolisiert die weibliche Fruchtbarkeit. 
Um Mitternacht werden Blumen ins Meer geworden, kleine Schiffchen beladen mit Süßigkeiten, Zigaretten, Alkohol oder Kerzen ins Meer gesetzt. Dann hüpfen die Menschen ins Meer, über sieben Wellen, damit sieben Wünsche in Erfüllung gehen.
Außerdem werden rote Kerzen, die für Glück in der Liebe stehen, weiße Kerzen für den Frieden und gelbe Kerzen für Geldsegen in den Strandsand gesteckt.


China: 
Die Chinesen feiern Silvester nicht wie die meisten Völker am letzten Tag des Gregorianischen Kalenders, sondern in der Regel am Tag des zweiten Neumondes nach der Wintersonnwende - am 21. Jänner. Laut Legende, muss man sich in China vor bösen Ungeheuer und Geister fürchten - Nyan ist sein Name und schleicht sich gerne unbemerkt in die Häuser. Um diese Geister und Ungeheuer zu vertreiben, werden alle Häuser vor Beginn des Neujahrfestes gründlich geputzt und mit roten Papierstreifen sowie goldenen Glücksstreifen dekoriert, den vor der Farbe rot und Lärm schreckt das Ungeheuer zurück.
Um 23 Uhr werden dann in ganz China die Türen und Fenster geöffnet, damit das neue Jahr gut ins neue Haus eintreten kann.

Großbritannien:
In Großbritannien ist es am Silvestertag Tradition, kleine dreieckige Törtchen mit Faschiertem zu backen; den sogenannten "Silvesterpies". Diese werden dann um Mitternacht an Freunde und Nachbarn verschenkt. Die Gastfreundschaft wird auch am Neujahrstag groß geschrieben: Nachbarn werden besucht und gemeinsam selbstgebackenen Kuchen mit Wein gegessen.


Griechenland:
Bei den Griechen bringt Geld Glück. Deswegen wird für Silvester ein Basiliusbrot - benannt nach dem heiligen Basilius - mit Gewürzen wie Anis, Vanille, Mandeln und Orangen gebacken, in dem sich Münzen befinden. Stößt man dann auf eine Münze, der hat im kommenden Jahr besonders viel Glück.  


Japan:

In Japan dauerert das Neujahrfest sieben Tage; eingeläutet um Mitternacht mit 108 Glockenschlägen von jedem Tempel des Landes.Dann folgen drei Tage der Ruhe. Diese Zeit wird ausschließlich der Familie gewidmet.  
Um Glück im neuen Jahr zu sichern, wird es in Japan meist ziemlich lebensbedrohlich. Die traditionelle Neujahrsspeise ist schuld. Diese besteht aus typischen Mochis-Klößchen, einer nach mehr als tausend Jahren alten Brauch zubereiteten Speise, aus klebrigem Reis. Diese versuchen die Japaner zu essen, um ein lang und glückliches Leben zu sichern. Diese Klöße bleiben aber immer wieder in den Jälsen der Japaner stecken, wobei auch schon mehrere Menschen ums Leben gekommen sind.


Russland: 
Bei den Russen fallt Silvester zeitgleich mit Weihnachten auf einen Tag. Bevor es mit reichlich Wodka und lauter Musik ins das neue Jahr geht, schmücken die Russen den Weihnachtsbaum, die sogenannte Jolka, mit Lametta, Glaskugeln mit Motiven von Väterchen Frost. Um einen Blick in die Zukunft zu werfen, gießen die Russen Wachs - ähnlich wie bei uns das Bleigießen. Sobald die Uhr am Roten Platz in Moskau zwölfmal geschlagen hat, wird in Russland auf das neue Jahr angestoßen.
Die Russen nutzen diese Gelegenheit und stoßen gleich elf Mal auf ads neue Jahr an. Das liegt daran, dass das Land so groß ist, dass es in elf Zeitzonen aufgeteilt ist. Na dann Prost.  


Schottland:
Der schottische Name für Silvester ist "Hogmanay". In Schottland finden unterschiedliche Bräuche statt: z.B. das "first footing", welcher der meist verbreitete Brauch ist: Junge Männer in der landestypischen Tracht Kilt, wandern mit Whiskey, Rosinenbrot, einem Stück Kohle und Shortbread durch die Straßen und klingeln an die Haustüren. Bittet man sie ins Haus, hat man das Glück für das ganze Jahr. Es gilt auch: je angenehmer der Überbringen, desto mehr Glück hat derjenige, der besucht wird. 


Spanien:
Spannend wird es in Spanien, wenn die Uhr kurz vor Mitternacht den Neujahrstag einläutet: Zu jedem Glockenschlag wird eine Weintraube gegessen und sich dabei etwas gewünscht. Wenn die Kirchenglocken zum zwölkften Mal läuten, muss auch die letzte Traube hinunter geschluckt sein, ansonsten droht im nächsten Jahr ein Unglück.
Wer jetzt denkt "12 Trauben schaffe ich doch locker": ich kann aus Erfahrung sprechen, dass das nicht so leicht ist wie es sich anhören. Wenn man diesen Brauch anwendet, dann sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass man kleine Weintrauben erwischt. Ansonsten wirklich ein Ding der Unmöglichkeit, wenn man es zum ersten Mal versucht. 
Dann wird angestoßen. Am besten mmit einem goldenen Ring im Glas, der das Glück für das neue Jahr verstärken soll.Ähnlich wie in Italien und Chile tragen die Spanier in dieser Silvesternacht rote Unterwäsche.
Übrigens: dieser Brauch wurde eher aus praktischen Gründen im Jahr 1909 erfunden. Damals suchten die Weinbauern eine Möglichkeit, ihre überschüssige Ernte loszuwerden. Und somit war der Brauch entstanden.


USA:
Der Times Square ist ein Ort der Jahr für Jahr zahlreiche Amerikaner und Touristen anlockt, um den "New Year's Eve" zu feiern - die New York Times ahnte wohl nicht, dass dieser Ort, an dem 1904 das neue Firmengebäude, mit einem riesen Feuerwerk eingeweiht wurde, ein anziehungspunkt für Feierlichkeiten werden solle. An diesem Platz wird jedes Jahr das neue Jahr, mit einem gigantischen Feuerwerk sowie dem traditionellen "Ball Dropping": eine beleuchtete große Glaskugel, die etwa eine halbe Tonne wiegt und mit 500 Kristallen und fast 1000 Glühbirnen besetzt ist, wird "vom Himmel herab gelassen". Um Mitternacht kommt diese unten an, was der Beginn der gegenseitigen Glückwünschen und Umarmungen ist.  
Essen in Ringform bringt zudem Glück. Das Essen am Neujahrstag fällt weniger pompös aus: ein einfaches Essen zu Jahresbeginn soll Wohlstand im ganzen restlichen Jahr bedeuten.  


Tschechien:
In Tschechien wird an Silvester gerne das Orakel befragt, was das neue Jahr so bringen wird. Besonders beliebt ist das Apfelorakel: dazu wird ein Apfel halbiert um das Schicksal abzulesen. Bilden die Kerne des Kerngehäuses ein Kreuz, bedeute dies Unheil; bilden die Kerne einen Stern, bedeutet dies Glück.
Um die finanzielle Absicherung nicht dem Zufall zu überlassen wird um Mitternacht Linsen gegessen - aufgrund ihres Aussehens stellen diese ein Symbol für Geld dar.



In diesem Sinne, lasst uns froh sein, dass wir den einen oder anderen Brauch nicht in unserem Lande haben. 

Ich möchte euch auf diesem Wege danken, dass Ihr im Jahr 2011 so fleißig meinen Blog besucht habt und ich hoffe Ihr bleibt mir treu und besucht ihn auch im neuen Jahr 2012.

Ich wünsch euch einen wunderbaren, wunderschönen und besonders behutsamen guten Rutsch ins Jahr 2012!  





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